Region Treptow-Köpenick und Umland

Adlershof - Standort der Wissenschaft in Treptow-KöpenickAdlershof

Adlershof ist ein im Südosten Berlins gelegener Ortsteil des Stadtbezirkes Treptow-Köpenick. Ursprünglich vor den Toren Berlins gelegen, wurde das Gebiet des ehemaligen Dorfes Adlershof in der Gründerzeit bebaut und 1920 eingemeindet. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluss, womit der Aufschwung des Ortes einsetzte. In der Folgezeit entwickelte sich Adlershof zu einem wichtigen Industrie und Wissenschaftsstandort: 1911 öffnete hier die erste deutsche Fliegerschule, 1912 nahm die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt an der Rudower Chaussee ihre Arbeit auf. Nach 1945 entstanden in Adlershof das Fernsehzentrum der DDR und zahlreiche Institute der Akademie der Wissenschaften der DDR. Seit 1991 wird entlang der Rudower Chaussee die Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien WISTA mit zahlreichen Forschungseinrichtungen, den naturwissenschaftlichen Instituten der Humboldt-Universität, Medienfirmen und Gewerbebetrieben entwickelt.

Hauptmagistrale des Ortsteils ist die Dörpfeldstraße mit dem Marktplatz. Hier befinden sich eine Vielzahl von Geschäften, gastronomischen und Dienstleistungseinrichtungen sowie Praxen für medizinische Versorgung. Infrastrukturell ist Adlershof mit verschiedenen Schultypen, Sportstätten, einer evangelischen und einer katholischen Kirche und einem regen Kulturleben im Bürger- und Kulturzentrum in der alten Gemeindeschule gut ausgestattet. In der nach ihr benannten Straße befindet sich in der Wohnung der Schriftstellerin Anna Seghers ein Museum, welche von 1955 bis zu ihrem Tode 1983 in Adlershof lebte.

Unbedingt hervorzuheben ist die gute verkehrstechnische Anbindung an die City mittels der S-Bahn, der Ausfallstraße „Adlergestell“ als direkten Zubringer zum Autobahnring und zum Flughafen Berlin-Schönefeld sowie mehreren Bus- und Tram-Linien.

Altglienicke - Alter Villenvorort in BerlinAltglienicke

Altglienicke wurde per kaiserlichen Dekret im Jahre 1883 vor allem als neuer Wohnstandort im stadtnahen Berliner Umland gegründet. Erstes schriftliches Zeugnis von der Existenz eines Ortes „Dorf Klinik“ wurde bereits im Landbuch Kaiser Karls des V. von 1375 gegeben.

Geographisch wird der Ort heute im Norden begrenzt vom Teltowkanal, im Süden von der Berliner Landesgrenze zur Gemeinde Schönefeld, östlich von der S-Bahn Linie und westlich vom Ortsteil Rudow. Topographisch ist der Ortsteil durchgezogen vom Höhenzug Teltow, an dessen Fuße sich der historische Ortskern befindet. Mehrere Häuser verschiedener Bauzeiten bezeugen seine Geschichte.

In Altglienicke findet man mehrere Siedlungen mit jeweils eigenem Charakter vor: Ausgedehnte Einfamilienhaussiedlungen dominieren weite Ortsteile, die Ortslage Falkenberg wurde bekannt für ihre villenartige Bebauung, währenddessen die in den 1980 er Jahren entstandene Plattenbausiedlung Falkenhöhe ein typisches Beispiel für DDR-Bauvorhaben darstellt. Auf diesem Areal entstehen seit 1990 weitere ausgedehnte Wohnsiedlungen, die auch im Kontext mit dem Bau des neuen Flughafens BER stehen.

Grundlegend und prägend für die heutige Entwicklung und Erscheinung von Altglienicke blieben jedoch die Jahre um die 1900 er Jahrhundertwende: 1904 wurde der Ort an das Elektrizitätsnetz angeschlossen, dem 1908 der Anschluss an eine eigene Gasanstalt folgte. 1905-1906 wurde das Wahrzeichen von Altglienicke, der Wasserturm in der Schirnerstraße, gebaut. Ein schönes Zeugnis der Industriearchitektur ist das bis 1990 betriebene Wasserwerk.

Altglienicke verfügt heute über verschiedene Schultypen inklusive Gymnasium, drei Kirchengemeinden und verschiedene Jugend- und Freizeiteinrichtungen. Die verkehrstechnische Anbindung an das Berliner Nahverkehrsnetz mit S-Bahn und Bussen sowie mittels eigener Auffahrt an die Autobahn in die Berliner Innenstadt und zum Berliner Ring ist gegeben.

Alt-TreptowAlt-Treptow ist nur zwei S-Bahnstationen vom Ostkreuz entfernt

Dieser Berliner Ortteil ist gleichzeitig Namensgeber für den Bezirk Treptow - Köpenick. Der kleine Stadtteil befindet sich zwischen der Rummelsburger Bucht und Neukölln im nördlichsten Bereich des Bezirks Köpenick und erhielt seinen Namen nach der bis 1920 selbstständigen preußischen Landgemeinde Treptow. In grüner und wasserreicher Umgebung entstanden hier im 19. Jahrhundert Gasthäuser und Ausflugslokale, die den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel werden ließen. Am bekanntesten war das 1821/22 errichtete „Gasthaus an der Spree“, das später – nach seinem neuen Besitzer – den heutigen Namen „Zenner“ bekam. Es wurde genau an der Stelle erbaut, wo sich einst das „Vorwerck Trebkow“ befand. An seinem Gasthof machten Reisende einst ihre letzte Rast vor den Toren Berlins. Im noch heute stadtteilprägenden Treptower Park fand 1896 die „Große Berliner Gewerbeausstellung“ statt, die der weiteren industriellen Entwicklung des gesamten Bezirksgebietes kräftige Impulse verlieh. Heute ist der Park besonders bekannt und beliebt wegen seiner großen Spiel- und Liegewiesen, der Uferpromenade mit Dampferanlegestelle, der weltberühmten Archenhold-Sternwarte und dem Sowjetischen Ehrenmal.

Baumschulenweg

Der Köpenicker Ortsteil Baumschulenweg ist eng mit dem Lebenswerk eines Mannes verbunden: Franz Späth (1839-1913). Der Gärtner und Botaniker baute hier Ende des 19. Jahrhunderts eine in der Welt einzigartige, auch heute noch international bekannte Baumschule auf. 1874 wurde auf dem Gelände ein repräsentatives Herrenhaus errichtet, das heute als Institutsgebäude der Humboldt-Universität genutzt wird. Ferner entstanden ein Arboretum im Stile eines englischen Parks mit etwa 1200 Gehölzarten sowie ein Rosarium. Heute haben sich die Späth’schen Baumschulen mit Hofcafé, Hofladen, Kräuter- und Fertigheckengarten mit Skulpturen, diversen Eventtagen und natürlich dem Arboretum zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. - Zentrale Achse des Ortsteils ist die bis an das Spreeufer führende Baumschulenstraße mit vielen Geschäften und zentralen Einrichtungen. Mittelpunkt und Blickfang sind die 1910/11 errichtete Kirche „Zum Vaterhaus“ mit Doppelturm und dem heute als Volkshochschule genutzten Anbau und der vorgelagerten Platzsituation. Verkehrstechnisch ist der Ortsteil dank der Späth’schen Initiative bereits seit 18990 an das Berliner Bahnnetz angeschlossen. Im Jahre 2005 erhielt Baumschulenweg eine großzügig ausgebaute Anbindung an die neue Stadtautobahn A 113.

Bohnsdorf

Bohnsdorf mit seinen Ortslagen Falkenhorst und Falkenberg ist ein Berliner Ortsteil im Südwesten des Bezirks Treptow-Köpenick. Das Territorium grenzt im Norden an Altglienicke, im Osten an Grünau und im Süden an die Gemeinde Schönefeld. Der Ortsteil weist ein relativ flaches Geländeprofil auf,

wird aber vom im Norden gelegenen 59,6 Meter hohen Falkenberg akzentuiert.

Die Ortsstruktur des alten Bohnsdorf ist erhalten geblieben und stellt mit ihrem Dorfplatz und der 1755 erbauten wertvollen Barockkirche die typische Anlage eines Straßenangerdorfes dar, der alte Dorfkern steht heute unter Denkmalschutz. Um dieses Ensemble herum gruppieren sich ausgedehnte Einfamilienhaus- und Reihenhaussiedlungen, die bis in die Gegenwart das allgemeine Ortsbild prägen. Historisch interessant ist das Baugeschehen auf dem Falkenberg, wo Ende des 19. Jahrhunderts Gartenbaudirektor Max Buntzel eine herrschaftliche Villa nebst ausgedehnter Obstplantagen baute. Nach mehrfachen Nutzungsänderungen werden die Häuser und das Gelände heute vom Krankenhaus Hedwigshöhe genutzt.

Übernationale Bedeutung erlangte die 1913-1916 durch den Architekten Bruno Taut errichtete Gartenstadt am Falkenberg, die wegen ihrer expressiven Farbgebung später als „Tuschkastensiedlung“ bekannt wurde. Sie gehört seit 2008 zur UNESCO-Weltkulturliste.

Eine Ganztages-, und eine integrierte Sekundarschule mit dem Namen des Bildhauers und Metallgestalters Fritz Kühn gewährleisten die schulische Bildung der Kinder und Jugendlichen vor Ort. Verkehrstechnisch ist Bohnsdorf über 3 S-Bahnstationen, mehrere Buslinien und einen direkten Zubringer an die Bundesautobahnen angeschlossen.

Friedrichshagen

Friedrichshagen wurde 1753 von Friedrich II. als sogenanntes Kolonistendorf für zugewanderte Handwerker, vornehmlich Baumwollspinner und Seidenraupenzüchter, gegründet. Die Ortsstruktur der Gründungssiedlung mit der zentral gelegenen Kirche, dem Marktplatz und der Hauptstraße des Ortes - der denkmalgeschützten Bölschestraße - ist noch heute klar ablesbar. 1920 zu Berlin eingemeindet, weist Friedrichshagen einen erstaunlich geschlossenen Kleinstadtcharakter mit excellenter Infrastruktur auf.

Die Besonderheit des Ortes ist unumstritten seine exponierte Lage: Gelegen direkt am Ufer des Müggelsees, ist Friedrichshagen umgeben von ausgedehnten Waldgebieten und profitiert von der Nähe zu den Müggelbergen. Eine direkte verkehrstechnische Anbindung an das Berliner Stadtgebiet ist mittels der S-Bahn gegeben.

Baulich verfügt Friedrichshagen über eine erstaunliche Vielgestaltigkeit: Das Ortsbild prägt eine Mischung von herrschaftlichen Villen, kleinen Kolonistenhäusern, mehrgeschossigen Mietshäusern und zahlreichen Ein- und Zweifamilienhäusern. Zeugnisse der Vergangenheit finden sich in den Gebäuden des historischen Wasserwerkes, der ehemaligen Brauerei „Berliner Bürgerbräu“ und der Gladenbeckschen Bronzegießereien. Das 1899 errichtete Rathaus und die 1903 geweihte Christophoruskirche künden vom Aufschwung des ehemaligen Kurortes um die entsprechende Jahrhundertwende. Eine weitere bautechnische Attraktion des Ortes ist der 1927 eröffnete Spreetunnel.
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die 1,4 km lange Bölschestraße zur Einkaufs- und Flaniermeile mit überregionaler Bedeutung. Sie bildet bis heute das Herzstück des Ortes und ist in ihrer Anmutung einzigartig in Berlin.
Kulturell wurde Friedrichshagen besonders durch den 1890 gegründeten „Friedrichshagener Dichterkreis“ bekannt; der Dichter Johannes Bobrowski verbrachte hier viele Jahre seines Schaffens. Bis heute pflegen eine sehr aktive Bürgerschaft und viele ortsansässige Künstler ein reges kulturelles Leben.

Grünau

Grünau wurde 1749 als Siedlung von Pfälzer Kolonistenfamilien in wald- und wasserreicher Umgebung gegründet. Mit der Einrichtung eines Haltepunktes der Berlin-Görlitzer Eisenbahn im Jahre 1866 begann eine anhaltende Expansion des Ortes. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Dampfschiffverkehr aufgenommen, mehrere Anlegestellen entstanden. Damit waren wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Grünau in der Folgezeit zum beliebten Sommeraufenthaltsort für finanzkräftige Berliner entwickelte. In den Gründerjahren entstanden erste Fabrikgebäude, aber auch Mietwohnungen, Gaststätten und repräsentative Landhäuser. Zeitgleich wurde der Ort für verschiedene Wassersportarten entdeckt. Seit 1880 wurden in Grünau Ruderregatten ausgetragen, die tausende von Besuchern anlockten. Durch die endgültige Lokalisierung einer Regattastrecke erlangte Grünau als Zentrum des deutschen Wassersports Bedeutung. Die Wettkämpfe auf der Olympiastrecke von 1936 sorgten für internationales Publikum, das den Ruf Grünaus als Villenvorort Berlins in die ganze Welt hinaustrug.

Johannisthal

Johannisthal ist ein 1753 erstmals erwähnter Ortsteil des Bezirkes Köpenick. Die Siedlung galt bis ins 19. Jahrhundert als Luftkurort mit einer (inzwischen versiegten) Heilquelle. Noch heute sind hier Häuser im englischen Landhausstil zu finden, die im Zusammenhang mit dem nie fertig ausgebauten Kur-und Badeort entstanden. Weltberühmt jedoch wurde Johannisthal durch den 1909 eröffneten ersten deutschen Motorflugplatz und seiner Flugschule. Ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein: Am Rande des Geländes siedelten sich Unternehmen des Flugzeugbaus an, 1919 begann hier die Geschichte der zivilen Luftpost in Deutschland. Aber bereits in den 1920er Jahren verlor der Flugplatz an Bedeutung. In die Produktionshallen zogen mehrere Filmstudios ein, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der DEFA und dem DDR-Fernsehen übernommen wurden. Heute befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Flugfeldes ein 70 Hektar großer Natur-und Landschaftspark mit Potenzial zu partieller Bebauung. Architektonisch erwähnenswert für den Ort ist das 1906 errichtete frühere Rathaus von Johannisthal am Sterndamm 102. Es beherbergt seit 1991 das Museum Treptow und einen Kiezklub. Baulich interessant ist auch die Anlage des 1901 in Betrieb gegangenen Wasserwerks Johannisthal am Königsheideweg.


 

Köpenick

Der im Südosten gelegene Berliner Stadtteil liegt am Zusammenfluss der Flüsse Spree und Dahme in wald- und seenreicher Umgebung. Dem Ort in Insellage wurde bereits im Mittelalter das Stadtrecht verliehen, noch heute verfügt er über eine gut erhaltene Altstadt. In unmittelbarer Nähe, ebenfalls in Insellage, befindet sich das zwischen 1677 und 1683 erbaute Barockschloss. Seit der Sanierung beherbergt es Exponate des Kunstgewerbemuseums Berlin. Schloss und Altstadt gehören zu den ältesten Siedlungskernen in Berlin und stehen heute unter Denkmalschutz.

1906 wurde Köpenick durch den Gaunerstreich des „Hauptmannes von Köpenick“ berühmt. Im imposanten Rathaus erinnert noch heute eine Ausstellung an das damalige Geschehen. Verschiedene Events wie die sogenannte „Köpenickiade“, das Jazzfest und ein beliebtes Standesamt tragen zum kommunalen Leben bei. Die nahegelegene Laurentius-Kirche bietet zahlreiche kirchliche und kulturelle Veranstaltungen an.

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden rund um die Altstadt drei Köpenicker Vorstädte: Die Köllnische, die Kietzer und die Dammvorstadt. Die Villenkolonie Wendenschloss wurde in der Nähe der gleichnamigen Ausflugsgaststätte im Jahre 1892 gegründet. Der Ortsteil Spindlersfeld westlich der Altstadt verdankt seine Entstehung der von Wilhelm Spindler betriebenen „Anstalt zur chemischen Reinigung, Wäscherei und Färberei“. Die nördlich des S-Bahnhofes gelegenen Wohngebiete des sogenannten Märchenviertels weisen mit ihrer Lage unmittelbar am Wald und einer sehr homogenen Bebauung eine hohe Wohnqualität auf.

Mit dem Bau der beiden Neubaugebiete Allende-Viertel 1 (2650 Wohnungen) und Allende-Viertel 2 (3200 Wohnungen) in den 1970-1980er Jahren entstanden 2 komplett neue Wohngebiete in Plattenbauweise.

Von allen Ortslagen aus bestehen gute verkehrstechnische Anbindungen untereinander und an das Berliner S-Bahnnetz. Unweit des S-Bahnhofs Köpenick gewährleisten große Handelseinrichtungen die Versorgung der Anwohner.

Müggelheim

Müggelheim wurde im Rahmen der friederizianischen Siedlungspolitik in der Mitte des 18. Jahrhunderts in wald- und wasserreicher Gegend auf dem Köpenicker Werder gegründet. Es entstand ein lang gestrecktes Angerdorf mit der 1804 erbauten Dorfkirche im Mittelpunkt. Noch heute wird dieses Ensemble als Zentrum der Gemeinde angesehen und von mehreren öffentlichen Einrichtungen belebt. Mit dem um 1890 einsetzenden Ausflugs- und Erholungsverkehr erlangte Müggelheim zunehmend an Bedeutung: Es wurden mehrere Gaststätten eröffnet, Villen gebaut. Mit der Errichtung des vom Wäschereiunternehmer Carl Spindler gestifteten Müggelturms auf den Müggelbergen im Jahre 1889 erhielt der Ort eine touristische Sehenswürdigkeit ersten Ranges. Trotz der Belebung durch den Fremdenverkehr erhielt sich Müggelheim sein Flair als kleine Landgemeinde, die im Jahr 1920 in den Berliner Stadtverband aufgenommen wurde. Während des Zweiten Weltkriegs erhielten ausgebombte Großstädter in Behelfsheimen Unterkunft, mehrere Verfolgte fanden in Gartenhäusern sichere Verstecke.

Die absolut naturnahe Lage zwischen Großem Müggel-, Langem- und Seddin-See ist für das Berliner Stadtgebiet einmalig. Sie führte kontinuierlich zu einer Ausdehnung des Ortes und der Bebauung mit vorrangig Einfamilien- und Wochenendhäusern. Müggelheim wird als attraktive Wohngegend mit hohem Freizeitwert geschätzt: Wassersport, Wandern, Radfahren und Skaten auf ausgewählten Routen tragen wesentlich zur Attraktivität des Ortes bei. Mehrere Verkaufseinrichtungen sichern die Versorgung der Einwohner. Kulturell unterstützen Events verschiedener gastronomischer Einrichtungen und Konzerte in der Dorfkirche ein interessantes Gemeinwesen. Die öffentliche verkehrstechnische Anwendung an den städtischen Raum Berlins wird durch Buslinien gewährleistet.

http://www.bezirksmagazin.de/treptow-koepenick/

Niederschöneweide

Niederschöneweide war einst wegen seiner vielen Gartenlokale an der Spree bekannt. Begünstigt durch die Lage am Wasser und an der Berlin-Görlitzer Eisenbahn, siedelten sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedene Industriebetriebe an, die den Ausflugsverkehr verdrängten. Ein enges Miteinander von Industrie und Wohnungsbau wurde für den Ortsteil prägend, der sich zudem zu einem Verkehrsknotenpunkt in der Region entwickelte. Bis heute sind die Spuren aus eineinhalb Jahrhunderten Industriegeschichte sichtbar. Seit 1994 wird der Ortsteil durch Instandsetzung und Modernisierung, Begrünung und Ansiedlung neuer Dienstleistungs-, Kultur- und Sozialeinrichtungen – teilweise auf alten Industriebrachen – neu belebt. Zwischen Britzer, Köllnischer und Grimaustraße befindet sich das einzige noch im Komplex erhaltene Zwangsarbeiterlager aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Das Areal wurde zu einer Gedenk- und Erinnerungsstätte umgestaltet.

Oberschöneweide

Oberschöneweide war ebenso wie Niederschöneweide bekannt für seine Gartenlokale an der Spree. Diese wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts von der Entwicklung bedeutender Industriestandorte längs der Spree verdrängt: Oberschöneweide wurde zu einem maßgeblichen Industriebezirk Berlins. Viele Straßennamen erinnern heute an das Wirken bedeutender Persönlichkeiten, u.a. an den ersten Bürgermeister von Schöneweide Carl Deul, den Färbereibesitzer Paul Nalepa, den Inhaber der Weißbierbrauerei Louis Tabbert und den AEG-Gründer Emil Rathenau. Der gesellschaftliche Umbruch nach der Wiedervereinigung führte zum Verlust tausender Arbeitsplätze in den ehemaligen Großbetrieben, die bis in die DDR-Zeit für Schöneweide charakteristisch waren. Durch Quartiersmanagement und gezielte Ansiedlung neuer Gewerbe-und Hightechbetriebe in alten Industriehallen sowie durch den Umzug der Hochschule für Technik und Wirtschaft auf den Campus Wilhelminenhof mit ca. 9.000 Studenten entwickelt sich der Ort immer mehr zu einem Wissenschafts- und Technologiestandort. Kultureinrichtungen und offene Ateliers, aber auch attraktive Loft-Wohnungen lassen in die einstigen Werkhallen neues Leben einziehen. Die ehemaligen Industrieareale wurden ein beliebter Treffpunkt von Kunstfreunden, Kulturliebhabern und vielen Neuberlinern.

Plänterwald

Plänterwald ist ein relativ neuer Ortsteil des Berliner Bezirkes Treptow-Köpenick, der 1997 durch Zusammenlegung von Bereichen der Nachbar-Ortsteile Alt-Treptow und Baumschulenweg gebildet wurde. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Stadtbezirken Kreuzberg und Mitte unweit des südlichen Berliner S-Bahn-Ringes.

Für den Ortsteil war der 89 ha große Plänterwald, der ursprünglich zur forstwirtschaftlichen Nutzung angelegt wurde, namensgebend. Als Nachnutzung des Areals entstand eine großzügige Parkfläche, die aufgrund ihrer Wasserlage an der Spree, ihrem Uferweg und ausgedehnten Liegewiesen eine hohe Freizeitattraktivität aufweist. In die Parkanlage integriert ist die sich zurzeit außer Betrieb befindliche Vergnügungsstätte Spreepark, deren Zukunft ungewiss ist. Als Zeugnis einer lebendigen Ausflugskultur wartet auch das denkmalgeschützte Lokal Eierhäuschen auf seine Wiederbelebung.

Architektonisch bestimmen viele herrschaftliche Mietshäuser aus den Zeiten 1900-1928 und Siedlungen aus den 1920 er Jahren das Gepräge der nahe am Park gelegenen Wohngebiete. In Plänterwald sind Mietshäuser der 1960 er Jahre und zahlreiche Kleingartenanlagen ebenso zu finden wie sanierte und denkmalgeschützte Industrieareale. An der Neuen Krugallee 4 steht neben dem alten Amtshaus das 1909/1910 errichtete Treptower Rathaus der Architekten Reinhardt und Süßenguth.

Drei Hauptstraßen verbinden den Ortsteil Plänterwald mit dem Zentrum Berlins bzw. mit dem Südosten der Hauptstadt. Die S-Bahn-Station gewährleistet die Anbindung an das Berliner S-Bahn Netz. Eine Fähre verbindet an der südlichen Ortsteilgrenze den Altbezirk Treptow mit dem nördlich der Spree gelegenen Ortsteil Oberschöneweide.

Rahnsdorf

…ist ein im Südosten von Berlin gelegener Ortsteil des Berliner Stadtbezirkes Treptow-Köpenick, der sich zwischen Müggelspree und den Püttbergen erstreckt. Der Ort besteht aus dem ehemaligen Fischerdorf Rahnsdorf, der in den 1890er-Jahren gegründeten Villenkolonie Neu-Rahnsdorf (seit 1902 Wilhelmshagen) und dem 1744 erstmals erwähnten Hessenwinkel. Alle 3 Ortsteile wurden 1920 nach Berlin eingemeindet und haben sich bis heute ihre Charakteristika erhalten können: Dorf Rahnsdorf besteht aus einem alten Angerdorf mit der Fischerkirche im Zentrum sowie ausgedehnten Arealen mit vornehmlich Einfamilienhäusern, in Wilhelmshagen prägen hauptsächlich Villen das Ortsbild, währenddessen das an der Müggelspree gelegene Hessenwinkel einen starken Bezug zur Wassernähe aufweist. Neben landhaus- und villenartig bebauten Wassergrundstücken gehört zu Hessenwinkel die 1926 angelegte, lagunenartige Wassersportkolonie Neu-Venedig, die sich bis heute zur Wohn- und Wochenendsiedlung entwickelt hat.

Rahnsdorf hat eine allseits gute verkehrstechnische Vernetzung. Die Anbindung an das innere Berliner Stadtgebiet erfolgt vorrangig mittels der S-Bahn von den Stationen Rahnsdorf und Wilhelmshagen aus. Zusätzlich verbindet eine Buslinie die beiden S-Bahnhöfe und die weitläufigen Ortsteile miteinander. Mit der Straßenbahnlinie 61 gelangt man über Friedrichshagen und Köpenick in die Wissenschaftsstadt Adlershof, mit der Woltersdorfer Straßenbahn durch ein ausgedehntes Waldgebiet nach Woltersdorf. Der Betrieb von Berlins einziger Ruderfähre über die Müggelspree stellt eine Art Koriosum des Berliner Nahverkehrs dar.

Infrastrukturell ist Rahnsdorf mit mehreren dezentralen Einrichtungen ausgestattet: Ein modernes, bereits 1929 gegründetes Schulzentrum, mehrere Einkaufsmöglichkeiten und die Wohn-und Arbeitsstätte für Menschen mit Handycaps „Ulmenhof“ sind an der die Ortsteile durchziehenden Hauptstraße gelegen. Die Rahnsdorfer Kirche wird neben kirchlichen auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

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Schmöckwitz

Der Ortsteil Schmöckwitz ist der südlichste Punkt des Bezirks Treptow-Köpenick und gleichzeitig von Berlin. Im tangierenden Zeuthener See verläuft die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg. Die alte Ortschaft Schmöckwitz liegt am Zusammenfluss mehrerer Seen. Sie gilt als ältester Siedlungsplatz Berlins, Grabungsfunde weisen eine Besiedlung schon in der Mittelsteinzeit nach. Reizvoll und unter Denkmalschutz stehend ist der alte Dorfkern Schmöckwitz, mit Anger, Kirchplatz und Dorfkirche als Zeuge einer langen Geschichte des Ortes. Es gilt als sicher, dass sich bereits im 7. Jahrhundert Fischer an den Ufern der Dahme niederließen. Die Besiedlung von Rauchfangswerder und Karolinenhof erfolgte Mitte des 18. Jahrhunderts. Insgesamt gehört die Ortsflur Schmöckwitz zu den locker besiedelten Berliner Ortsteilen: Das Siedlungsgebiet liegt fast vollständig umschlossen von Wäldern und Seen und besitzt einen großen landschaftlichen Reiz mit hohem Freizeitwert. Von Schmöckwitz aus bieten sich Spaziergänge und Wanderungen nach Rauchfangswerder, Wernsdorf und in die Gosener Berge an. Bekannt und beliebt ist die Streckenführung der 1912 eingerichteten Straßenbahnlinie von Grünau nach Schmöckwitz (Uferbahn). Heute fährt hier die Tram 68 vom Bahnhof Köpenick über Grünau nach Schmöckwitz.

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